Nemesis Solar führte für einen Solarpark mit 36 MW Leistung in Schweden ein umfassendes Bau- und Inbetriebnahmepaket aus. Dazu gehörten Unterkonstruktion und PV-Module, Kabeltrassen, Wechselrichtertechnik, Kontrollmessungen und Wetterstationen. Die entscheidende Herausforderung entstand aus dem Gelände: Der Standort lag auf einer ehemaligen Waldfläche mit zahlreichen nicht gerodeten Baumstümpfen; bei den vorausgehenden Bohr- und Pfahlarbeiten waren erhebliche Lageabweichungen entstanden.

Gewerkeübergreifender Leistungsumfang

Unser Team montierte die Stahlkonstruktionen und Photovoltaikmodule, verlegte Kabeltrassen und installierte sowie verkabelte die Wechselrichter. Kontrollmessungen, Inbetriebnahmearbeiten und die Montage der Wetterstationen vervollständigten das Paket.

Damit war die Geometrie der Unterkonstruktion kein isoliertes mechanisches Thema. Sie beeinflusste Modulmontage, Kabelführung und die Qualität des gesamten Generatorfelds.

Standortbedingung: ehemalige Waldfläche

Zahlreiche Baumstümpfe verblieben im Arbeitsbereich und erschwerten die vor der Strukturmontage ausgeführten Bohr- und Pfahlarbeiten. Die eingebauten Pilotpfähle wiesen dadurch deutliche Abweichungen von ihrer vorgesehenen Position auf.

Eine direkte Übernahme dieser Abweichungen hätte die Tische verzogen und eine gleichmäßige Modulebene verhindert. Eine vollständige Wiederholung des Pfahlfelds hätte zugleich den Terminplan gefährdet.

Anpassung des Montageprozesses

Das Team korrigierte kurzfristig den Montageablauf und entwickelte eine individuelle Nachbearbeitung der Befestigungsöffnungen an den Tragkonstruktionen. Die Bearbeitung erfolgte direkt an der Konstruktion und orientierte sich an der tatsächlichen Lage der Pfähle.

So entstand der notwendige Ausgleich für Bohr- und Lageabweichungen, ohne die vorgesehene Tischgeometrie aufzugeben. Jede Verbindung musste eine lokale Abweichung aufnehmen, ohne sie über die Reihe zu summieren.

Kontrollierte Reihen- und Modulebene

Ziel war nicht nur, Bauteile miteinander zu verbinden. Die fertigen Tische mussten korrekt ausgerichtet sein und die PV-Module eine durchgängige, saubere Ebene bilden. Dafür war eine fortlaufende Geometriekontrolle während der Montage erforderlich.

Individuelle Anpassungen und systematische Prüfungen verhinderten, dass Fehler des Pfahlfelds zu sichtbaren oder funktionalen Mängeln der fertigen Anlage wurden.

Termingerechte Fertigstellung

Mit der angepassten Methode konnte das Team die übernommenen Ungenauigkeiten kompensieren, ohne Abstriche bei der Montagequalität zu machen. Konstruktionen und Module erreichten die erforderliche Geometrie; parallel liefen Elektro- und Inbetriebnahmearbeiten weiter.

Das 36-MW-Projekt zeigt eine zentrale Kompetenz von Nemesis Solar: die praktische Auswirkung einer Abweichung erkennen, eine umsetzbare Montagelösung entwickeln und Qualität sowie Termin im gesamten Auftrag sichern.

/ FAQ

Warum waren die Pfähle abweichend positioniert?

Der Standort lag auf einer ehemaligen Waldfläche mit zahlreichen nicht entfernten Baumstümpfen. Diese Bedingungen erschwerten die vorausgegangenen Bohr- und Pfahlarbeiten und führten zu erheblichen Lageabweichungen.

Wie wurde die Geometrie der Solartische wiederhergestellt?

Nemesis Solar entwickelte individuelle Nachbearbeitungen der Befestigungsöffnungen an den Tragkonstruktionen und glich damit die tatsächlichen Pfahlpositionen unter laufender Kontrolle von Tisch- und Modulebene aus.